Willkommen

 Das Eingenetzte Brot oder auch Netzbrot ist ein typisches Brotrezept aus Schwaben.

Der Name "Eingenetztes Brot" kommt von der Herstellung: Der relativ flüssige Teig wird per Hand aus der Teigwanne gezogen, abgedrückt und in eine gewässerte (genetzte) Schüssel gelegt. Die Schüssel wird dann im Ofen einfach ausgeleert. Damit nimmt des Netzbrot in der Herstellung eine Sonderstellung ein, weil es nicht freigeschoben oder in einer Form eingschossen wird, sondern sich seine Form frei wählt. Netzbrote sind daher nie gleich, höchstens ähnlich. Kurz vor dem Ende der Backzeit wird das Brot nochmals eingenetzt und nochmals für einige Minuten eingeschossen. Das gibt dann eine schöne glänzende Oberfläche.

Das Eingenetzte ist das Brot der schwäbischen Bauern. Es wurde in 2-3 wöchigem Rythmus meist samstags im eigenen Backofen oder im Gemeindebackhaus gebacken. Die Laibe waren teilweise riesig und bis zu 4 kg schwer. Grund war, dass solch große Laibe langsamer austrockneten als kleine. Das Brot wurde meist in Brothängen, die wegen der Mäuse an der Decke hingen, im Keller aufbewahrt.

Netzbrot ist ein reines Weizenbrot, meist aus der Type 1050 oder 1200, selten 1600. Als Treibmittel wird Hefe verwendet. Der Teig ist dünner als bei reinen Roggen- oder Mischbroten. Auch die Backtemperaturen sind höher als bei anderen Brotsorten.

Es schmeckt kräftiger als Weizenbrötchen, aber feiner als Roggenbrote. Durch den hohen Kleberanteil im Weizenmehl ist die Krume sehr elastisch, die Kruste jedoch knusprig.

 

 

Inhalt abgleichen